Nach der Apokalypse von Laurent Queyssi und Juszhen Comickritik

Nach der Apokalypse von Queyssi und Juzhen

Nach der Apokalypse von Queyssi und Juzhen

96 Jahre nach der Apokalypse kämpfen die letzten Überbleibsel der Menschheit immer noch um ihr Überleben. In verschiedenen Stämmen leben sie in den Städten nebeneinander, doch von Frieden kann keine Rede sein. Da es immer noch Menschen sind herrscht zwischen den einzelnen Stämmen teilweise erbitterter Krieg. Vor allem der Stamm des Propheten ist für seine Gnadenlosigkeit bekannt in seinen Überfällen bekannt.
Eigentlich wollte der Stamm von Giala nur den Tag genießen, das frisch gejagte Fleisch essen und mit den Kindern spielen. Doch am Abend wird ihr Stamm vom Propheten überfallen, die Männer getötet und die Frauen als Geiseln genommen. Die Kinder konnten gerade noch in eine Höhle fliehen. Sie sind aber trotzdem in großer Gefahr, da aufgeschreckte Schlangen dort hineinkriechen. Bevor Giala die Kinder aber vor der Gefahr retten kann wird sie von den Fremden fortgebracht.
Doch auch in der Gewalt ihrer Entführer hat sie keine wirkliche Ruhe und befindet sich ständig in Gefahr, denn nicht nur die Fremden, sondern auch die Umwelt ist ein ständiges Problem. Plötzlich wird die Gruppe von einer riesigen Echse überfallen und dezimiert. Giala nutzt diese Ablenkung und ergreift ihre Chance zur Flucht. Dabei nimmt sie die Kopfhörer des Propheten mit, die angeblich die Stimme Gottes enthalten. Abgelenkt durch diese Kopfhörer hört sie den Tiger nicht, der hinter ihr lauert. Bevor dieser aber zum Sprung ansetzen kann wird Giala von Irvin und seinem Stamm gerettet. Diese sind ein zusammengewürfelter Haufen, da sie durch Mutationen aus ihren eigentlichen Stämmen verbannt wurden. Diese wollen Giala nun helfen wieder den Weg zurück nach Hause zu finden, haben leider selbst aber keine Ahnung von der Stadt. Der einzige der Helfen kann ist der Magier, der in einem Turm über der Stadt thront.
Der nun bei Splitter erschienene Einzelband „Nach der Apokalypse“ von Autor Laurent Queyssi und Zeichner Juszhen zeigt uns Lesern eine Welt die von einer verheerenden Katastrophe zerstört wurde und auf der die Menschheit ständig in Gefahr lebt. Die Idee hinter dieser Zerstörung ist einzigartig, aber könnte auch durchaus in unserer realen Welt möglich sein. Denn nicht unsere Umwelt, sondern natürlich wir Menschen selbst und die Entwicklung einer neuen verheerenden Waffe sind für den Untergang der Zivilisation verantwortlich.
Während die Geschichte von Queyssi gut durchdacht ist und auch mit überraschenden Wendungen überzeugen konnte, konnten mich die Zeichnungen von Juszhen leider überhaupt nicht überzeugen. Sie waren mir zu Manga- und auch zu Computerlastig, womit ich mich überhaupt nicht wirklich anfreunden konnte. Dadurch ist mir auch ein wenig der Spaß an der Geschichte abhandengekommen.
An und für sich ist es ein netter Einzelband mit einer extrem spannenden Geschichte. An einigen Stellen tauchen auch einige Comedyelemente auf, die dieser düsteren Geschichte ein wenig helle Momente verleihen. Wer diese Mischung und auch die etwas Mangahaften-Zeichnungen mag, der ist mit diesem Band genau richtig. Das Ende der Geschichte ist aber eine wirkliche Überraschung und ist ein passender Abschluss für diesen außergewöhnlichen Einzelband.

Meine Meinung: 8 von 10 Punkten

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