Professor van Dusen Fall 13 Professor van Dusen spielt Theater Hörspielkritik

Professor van Dusen Fall 13 Professor van Dusen spielt Theater

Professor van Dusen Fall 13 Professor van Dusen spielt Theater

Im New Yorker Stadtteil Greenwich Village häufen sich mehr als seltsame Todesfälle. In kurzer Zeit sterben plötzlich mehrere Menschen, scheinbar an einer natürlichen Todesursache. Professor van Dusen ist davon aber nicht wirklich überzeugt und beginnt mit seinen eigenen Nachforschungen. Zusammen mit seinem Assistenten, dem Reporter Hutchinson Hatch, führen ihn seine Ermittlungen zuerst einmal in die Gerichtsmedizin.
Dort angekommen befragt er den Pathologen Doktor Angel, der aber nichts Auffälliges feststellen konnte, dennoch aber von einem Mord überzeugt ist. Das einzige was er aber mit Gewissheit sagen kann ist die Tatsache, dass die Personen alle vorher Kerngesund waren und erst nach dem Genuss eines bestimmten des Wassers aus dem Washington-Brunnens Krankheitssymptome hatten. Auch nach drängen von Professor van Dusen wird der Brunnen nicht verriegelt, so dass er ganz zufällig durch Vandalismus in der Nacht zerstört wurde.
Da der Professor vermutet, dass der Mörder auch im Village lebt, kontaktieren sie Reverend Seligman, der seine Gemeinde besser kennt, als jeder andere. Dieser ist aber eher schockiert von den Anschuldigungen und bricht das Gespräch sofort ab. Dies ist auch das letzte Gespräch, das der Reverend führen konnte, denn schon kurz darauf verstirbt auch er – sogar noch vor seiner Predigt. Doch der Professor hat noch einen Trumpf im Ärmel und befragt den Küster, welcher der Kirchgänger die Kirche noch vor der Predigt verlassen hat. Schon bald hat der Professor seinen Verdächtigen, doch ist es auch der richtige Mörder? Um die Person zu überführen muss der Professor ein wenig Theater spielen und eine Vergiftung vortäuschen.
Dreizehn Episoden der neuen Professor van Dusen Reihe sind nun schon bei All Score erschienen. Die Geschichten sind durchweg spannend und interessant gemacht, auch wenn einige Geschichten vom Aufbau nicht ganz so überzeugend sind. Nach der letzten etwas außergewöhnlichen Episode hat man sich bei dieser Folge wieder auf das typische „Whodunit“ Prinzip beschränkt, bei dem der Mörder zum Ende der Episode enttarnt wird. Diesmal ist das Ende aber ein wenig dramatischer, da der Professor und Hatch noch die komplette Vergiftung von New York aufhalten müssen.
Verantwortlich für diese Geschichte ist erneut Eric Niemann in der der Handlung und Gerd Naumann in der Regie. Dabei haben sie wieder eine nette historische Geschichte erschaffen, in der Professor van Dusen erneut beweisen kann, was für ein schlauer Kopf er doch ist. Dabei ist sein chemischer Grundverstand wirklich erstaunlich, aber noch erstaunlicher ist es, dass er zugibt, dass ihm jemand in einer Wissenschaft überlegen sein könnte. Natürlich kommt alles ganz anders und so ist der Professor schon bald wieder der Überlegene – wobei es hier aber nicht an Situationskomik mangelt. Vor allem aber die moralische Frage in der Auflösung ist wirklich spannend. Darf man im Namen des Gesetzes selbiges brechen beziehungsweise beugen?
Für die Umsetzung der Geschichte konnten die Macher bei All Score auf die nun schon bekannten Protagonisten zählen. So sind erneut Bernd Vollbrecht als Professor van Dusen, Nicolai Tegeler als Hutchinson Hatch sowie Uwe Jellinek als Detective Sergeant Caruso zu hören. Dazu kommen noch die Stimmen von Udo Schenk, Peter Reinhardt, Harald Effenberg, Bert Franzke, Lutz Harder, Marion Elskis, Heiko Akrap sowie vom großartigen Christian Rode. Letzterer ist mir noch aus meiner Kindheit von den „Masters of the Universe“ Hörspielen in guter Erinnerung geblieben und ich freue mich jedes Mal ihn zu hören. Dazu kommt noch die beeindruckende Musik und die gelungenen Soundeffekte die das Hörspiel abrunden.
Auch der dreizehnte Fall von Professor van Dusen ist wieder klassische Krimiunterhaltung und daher auch sehr spannend. Ich freue mich schon auf eine Fortsetzung dieser Serie, die fast immer durch außergewöhnliche Ideen und unglaublichen Wortwitz überzeugt.

Meine Meinung: 10 von 10 Punkten

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